An der Zukunftsfähigkeit arbeiten – weil es uns besser geht, als wir meinen

Seit SVP und FDP bei den nationalen Wahlen 2015 die Parlamentsmehrheit erreicht haben, ist die Schweiz im postfaktischen Zeitalter angekommen. Der neue, nicht wirklich gewählte amerikanische Präsident Donald Trump ist ähnlich unterwegs, eben auch postfaktisch oder mit so genannten «alternativen Fakten», simplen Lügen also. Einmal mehr wird dies illustriert durch den Blick-Aushang vom 25. Februar 2017: «Uns gehts besser, als wir meinen».

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Ökolügen oder kognitive Dissonanz?

Nur 15 Tage nach der Volksabstimmung zur Initiative Grüne Wirtschaft bestätigt eine Umfrage von sotomo, dass die NeinsagerInnen einer verlogenen Propaganda-Kampagne der ewiggestrigen Parteien und Verbände aufgesessen sind – einmal mehr zeigt sich, dass Ökolügen kurze Beine haben.

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Wir leben auf zu grossem Fuss #pledgefortheplanet

Mehr als drei Erden braucht es, um all das bereit zu stellen, was Tag für Tag verbraucht wird, für Wohnen, Geräte, Verkehr, Ernährung und Konsum – wenn alle Menschen so leben würden wie die BewohnerInnen der Schweiz. Nach dem 18. April 2016 wäre somit «Planet B» erforderlich gewesen (den es bekanntlich nur in der Fiktion gibt). Im globalen Mittel gilt der 8. August 2016 als Earth Overshoot Day oder Welterschöpfungstag: Ab dem 9. August brauchte es auch aus globaler Perspektive «Planet B».

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«Laudato Si» – für eine «harte» Nachhaltigkeit, gegen das zynische BIP!

Dass harte Nachhaltigkeit, Postwachstum oder Degrowth angesagt sind, wenn es darum geht, das Überleben der Menschheit auf der Erde dauerhaft zu sichern, ist einer zunehmenden Zahl von Menschen schon länger klar – dabei inbegriffen Aspekte der Suffizienz («Darf es ein Bisschen weniger sein?») Mit der am 18. Mai 2015 veröffentlichten Enzyklika «Laudato Si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus» bestötigt Papst Franziskus I. mit starken sozialethischen und sanft moralischen Argumenten diese häufig als fundamentalistisch bezeichneten Aussagen. Es sind denn auch in erster Linie die dogmatisch fixierten gebetsmnühlenfixierten Wirtschaftwachstum-FetischistInnen, die gegen «Laudato Si» Stellung beziehen.

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Direkte Demokratie und Klimaschutz: richtig fragen!

Die Gesetzgebung der Schweiz sieht vor, dass auch Personen mit Schweizer Bürgerrecht, die im Ausland wohnen («AuslandschweizerInnen»), dem nationalen Parlament angehören können. Andererseits setzt das Unmittelbarkeitsprinzip der direkten Demokratie persönliche Anwesenheit an den Parlamentssitzungen voraus. Gewählte ParlamentarierInnen mit Wohnsitz im Ausland müssen somit einiges an Distanzen überwinden, mit entsprechenden ökologischen Auswirkungen. Wer hat diese Belastungen zu tragen, und gelten für Personen aus dem links-grünen Parteienspektrum andere Anforderungen als für VertreterInnen aus rechts-nationalen und -liberalen Parteien?

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Für eine nachhaltige Verkehrspolitik – die/der Kluge fährt im Zuge!

Wieder einmal passen zwei Mitteilungen bestens zusammen: Im Tages-Anzeiger wird über die absurde ÖV-Preispolitik des Bundesrat, gleichzeitig verlangt der ACS einen Ausbau der A1 zwischen Bern und Zürich auf sechs Spuren. Diese beiden Meldungen illustrieren treffend, dass der Schweiz eine nachhaltige Verkehrspolitik fehlt.

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Braucht es «grüne» Parteien?

Das CH-Super-Wahljahr 2015 wird unter anderem über den Stellenwert der «grünen» Parteien befinden. Erste Ergebnisse weisen darauf hin, dass der vorgebliche Fukushima-Effekt in der Politik durch die rechtsnationalen, faschistoiden und eigennützigen Trends der Gesellschaft abgelöst werden dürfte. Damit stellt sich einmal mehr die Frage, wie ökologischen Anliegen, wie die nachhaltige Entwicklung in Gesellschaft und Politik verankert werden können.

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Suffizienz: «Marktitis» ist keine Alternative

«Markt» gilt etwa bei der Redaktion NZZ-Wirtschaft als Allheilmittel für alle schwierigen Fragen des Alltags. Unter dem Titel «Was soll das heissen? Genügsam: Allmachtsphantasien der Suffizienzler» machte sich Sergio Aiolfi am 8. Januar 2015 sehr sehr eigenartige Gedanken zum Verhältnis von Markt und Suffizienz. In ihrer Absurdität können diese Überlegungen nur noch als «Marktitis» oder als «Marktismus» bezeichnet werden.

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Haben wollen müssen?

Menschen nicht nur in wohlhabenden Ländern haben im Durchschnitt deutlich zu grosse ökologische „Fussabdrücke“ – in der Schweiz etwa war bereits am 11. Mai 2013 das aufgebraucht, was an natürlichen Ressourcen für ein ganzes Jahr zur Verfügung stehen müsste (Overshoot Day). Ein Teil dieses zu grossen ökologischen Fussabdruckes ist darauf zurückzuführen, dass Menschen zu viele Dinge besitzen. Was brauchen Menschen wirklich? Eine wichtige Rolle spielt dabei die Werbung.

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