Neben Atomkraftwerken stehen Autobahnen und Staus exemplarisch für die Nicht-Nachhaltigkeit des gegenwärtigen Lebensstils. Fukushima hat zumindest den Begriff der “Energiewende” hervorgebracht – bis anhin zwar als eine weitere Worthülse, allerdings mit dem Potenzial, einen Weg zu einer nicht-nuklearen und nicht-fossilen Energieversorgung vorzugeben. Eine solche Wende braucht es auch im Verkehr – und eine solche Verkehrswende ist dringend!
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Mosaikstein um Mosaikstein: Flugverkehr ist und bleibt nicht nachhaltig
PilotInnen haben gemäss Auto-Anzeiger (früher Tages-Anzeiger) den Anspruch, jederzeit einen möglichst flughafennahen Parkplatz zur Verfügung zu haben – und drohen, es käme zu Verspätungen im Flugverkehr, wenn diese Forderung nicht erfüllt werde. Dass der Flugverkehr nicht nachhaltig ist und es auch nicht werden wird, ist längst bekannt. Dass sich dies selbst an solchen Details zeigt, war nicht unbedingt zu erwarten.
Nachhaltiger Verkehr: Kostenwahrheit und Verkehrssparen
Ist der ÖV 2000-Watt-fähig?, habe ich bereits vor einiger Zeit gefragt – geendet hat meine Antwort darauf mit einem Zitat von Udo J. Becker, Verkehrsökologe, Dresden: “Um die Mobilität zu erhalten, muss der Verkehr vermindert werden”. Die Ankündigung von Anfang Februar 2012 für ÖV-Preiserhöhungen im Dezember 2012 bestätigt einmal mehr: auch der öffentliche Verkehr ist alles andere als nachhaltig!
Verkehrspolitischer Paradigma-Wechsel zeichnet sich ab
Wenn E10, AXPO und VCS in die gleiche Richtung weisen
Seit Tagen füllt ein Thema Deutschlands Medien – neben Libyen ist dies E10, 10 Prozent Alkohol aus Biomasse im fossilen Treibstoff. Macht dieser Zusatz die Motoren kaputt? Ist allenfalls die Oekobilanz nicht viel besser als mit Benzin oder Diesel? Auch die AXPO hat von der EMPA eine Studie machen lassen – es wären zwar auch andere Schlagzeilen möglich gewesen, aber die AXPO hat sich für “Plug-in-Hybride am besten” entschieden. “Elektromobile leisten keinen Beitrag zum Klimaschutz” steht in einem Hauptartikel der VCS-Autoumweltliste 2011. Letztlich stehen diese relativ einhelligen Einschätzungen als Symbol für die Sackgasse, in der sich die individuelle Automobilität befindet.
Ich pendle, also bin ich – es braucht ein neues Verkehrsverständnis!
Die Benutzung des Autos und des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz sollen teurer werden – so hat dies der Bundesrat am 20. Januar 2011 vorgeschlagen. Die Stammtischforen in den Online-Medien hatten Hochbetrieb – so sind etwa beim Auto-Anzeiger (früher Tagesanzeiger) innerhalb von 28 Stunden über 600 Stammtischklopfer, maximal 400 Zeichen lang, eingetragen worden. Ein Thema, welches die SchweizerInnen bewegt. Erstaunlich viele Menschen definieren sich in diesem Land über die Möglichkeit, täglich zu pendeln. Ein neuer Zugang zum Verkehr ist angesagt!
Solarbenzin-Hype: Technologie statt Gesellschaftspolitik
Schnee: Grenzen erfahren
Zürcher Regierungsrat verstösst gegen die Verfassung
Oelpest vor der US-Südküste: auch SchweizerInnen mitverantwortlich!
Mit ihrem übermässig grossen ökologischen Fussabdruck verbunden mit dem Verbrauch fossiler Energieressourcen tragen auch die SchweizerInnen mit dazu bei, dass unter immer extremeren Verhältnissen Oelfelder exploriert werden, wie beispielsweise im Golf von Mexiko in grosser Wassertiefe und mit langen Bohrlöchern. Es gibt nur eine Handlungsmöglichkeit: der ökologische Fussabdruck ist deutlich zu verkleinern, es braucht eine vollständige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen aus nachhaltiger Nutzung.