Mietzinse sind ein Spiegelbild der Wohnflächenansprüche

Die Forderung nach „günstigen Mieten“ gehört heute zum Standardprogramm politischer Parteien fast jeder Richtung. Zumindest die Entwicklung der letzten 60 Jahre zeigt: die Mietzinse sind ein direkter Spiegel der Wohnflächenansprüche!

Nach wie vor gilt die pro Person beanspruchte Wohnfläche als Mass für Wohlstand und Lebensqualität. Die Ergebnisse der Schweizerischen Volkszählung zeigen: in letzter Zeit hat die durchschnittliche Wohnfläche pro Person alle zehn Jahre um fünf Quadratmeter zugenommen.

Diese Entwicklung hat ihren Preis: wie die untenstehende Abbildung zeigt, entwickelt sich der teuerungskorrigierte Mietkosten-Index entsprechend den Wohnflächenansprüchen! Die steigenden Mieten sind auf Schweizerischer Ebene eine direkte Folge der steigenden Wohnflächenansprüche!

Angesichts des erheblichen Sanierungsstaus bei Wohnbauten – der bauliche Zustand eines Gebäudes hat nicht zwingend einen direkten Zusammenhang zum Marktpreis und damit zu den Mietzinsen – ist die ehrliche Botschaft kaum populistisch verwertbar: Wohnungen, die 2000-Watt-verträglich sind, werden zukünftig tendentiell nicht günstiger, aber mit Sicherheit pro Person weniger Wohnfläche bieten! Das Projekt der Genossenschaft Kalkbreite, bei welchem Suffizienz im Flächenverbrauch angestrebt wird mit hohen energetischen und ökologischen Anforderungen, dürfte in dieser Hinsicht mustergültig sein.


Die Quellen für obenstehende Abbildung: Wohnflächenentwicklung:

Mietzinsentwicklung:

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