Ein gutes neues Jahr 2013!

Für ein gutes Neues Jahr

2013

mit viel Visionen!

Die Mehrheit ist besser als der Durchschnitt – respektive schätzt sich besser ein als der Durchschnitt. Beispielsweise beim Umwelt- und Klimaschutz, beim Autofahren (wahrscheinlich auch beim Velofahren), bei der Arbeitsleistung, und so weiter – so ist es nachzulesen in einen Artikel im Online-Fokus.

Das geht bekanntlich statistisch nicht auf, weil es ja ein mittleres Können, ein mittleres Verhalten, eine mittlere Leistung usw. tatsächlich gibt. Wer sich überschätzt, hat offenbar in der Realität bessere Chancen – offenbar ist mit ein bisschen Selbstüberschätzung die Realität besser auszuhalten (wenn mal die die katastrophalen Vorgänge ausgeblendet werden, die nachweislich auf individuelle oder kollektive Überschätzung zurückgehen).

Gute Neujahr-Vorsätze gehören wahrscheinlich auch zu diesen Selbstüberschätzungen.

Andererseits lebt unsere Gesellschaft davon, dass sich immer wieder Menschen überschätzen, es sich zum Beispiel zutrauen, an der Lösung fundamentaler Fragestellungen aus Gesellschaft, Politik und Technik zu arbeiten und damit Erfolge zu erreichen. Die Differenz zwischen Selbstüberschätzung und inspirierender Vision dürfte klein sein – ohne VisionärInnen keine Innovation, keine gesellschaftliche Weiterentwicklung.

Die Gesellschaft braucht Visionen, braucht Innovation.

Eine fossil- und nuklearfreie Energieversorgung braucht noch einiges an Innovationen – damit auch skeptische, gar ablehnende AkteurInnen zu überzeugten und überzeugenden UmsetzerInnen werden. Nur mit einem guten MAss an Selbstüberschätzung ist es möglich, den Mensch gemachten Klimawandel zu begrenzen, die Energieversorgung ausschliesslich auf erneuerbaren, nachhaltig nutzbaren Quellen abzustützen.

Die Existenzsicherung der Menschen auf diesem Planeten braucht ebenfalls einiges an Innovation. In der Schweiz müssen dazu Tabus beseitigt werden – etwa das Mantra, dass sich die Altersvorsorge auf drei Säulen abstütze, etwa die Vorstellung, dass Vollbeschäftigung sinnvoll und möglich sei (respektive dass selber Schuld sei, wer keinen Erwerbsjob habe), etwa, dass mit längerer Lebensarbeitszeit die Altervorsorge besser sichergestellt werden könne. Ich bin überzeugt davon, dass es Innovationen braucht, um ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle zu schaffen, dass Arbeit und Erwerb entkoppelt werden müssen (Arbeit hat es mehr als genug, vieles davon taugt allerdings schlecht als Erwerbsmöglichkeit), dass es neue Konsummuster (Stichwort LOVOS „Lifestyle Of VOluntary Simplicity) braucht, dass die Erkenntnis reifen muss, dass das BIP ein schlechter Indikator für das menschliche und gesellschaftliche Wohlergehen ist.

Darum: Ein gutes Neues Jahr 2013 mit viel Visionen – Visionen für Individuen, Visionen für die Gesellschaft!

Auf umweltnetz.ch wird es auch im Jahr 2013 mehr oder weniger visionäre Beiträge geben zu diesen Themen (den Mauszeiger in Richtung einer der vier Ecken der Grafik bewegen):


„Neujahr“ – ein ziemlich willkürlicher Zeitpunkt für Visionen. Zur Illustration die Daten einiger „Neujahre“, als Zeichen dafür, dass Visionen als Anreiz für Innovation nicht an den Kalender gebunden sind!

Der gregorianische Neujahrstag 1.1.2013 war vor 2392 Tagen – der gregorianische Neujahrstag 1.1.2014 war vor 2027 Tagen | Der orthodoxe Neujahrstag 14.1.2013 war vor 2379 Tagen – der orthodoxe Neujahrstag 14.1.2014 war vor 2014 Tagen | Der vietnamesische Neujahrstag 10.2.2013 war vor 2352 Tagen – der vietnamesische Neujahrstag 31.1.2014 war vor 1997 Tagen. | Das islamische Neujahr 15.11.2012 war vor 2439 Tagen – das islamische Neujahr 4.11.2013 war vor 2085 Tagen. | Das jüdische Neujahrsfest Rosch ha-Schana 17.9.2012 war vor 2498 Tagen – das jüdische Neujahrsfest 5.9.2013 war vor 2145 Tagen. | Der internationale Nouruz-Tag (iranisches Neujahrsfest, auch Kurden und Turkvölker) 21.3.2012 war vor 2678 Tagen – der internationale Nouruz-Tag 21.3.2013 war vor 2313 Tagen. | Einzelne dieser „Neujahre“ sind Zeitperioden – angegeben ist jeweils der erste Tag (Details siehe Wikipedia).

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