- Wer von der Bahnhofbrücke via Bahnhofquai über die Walchebrücke zur Stampfenbachstrasse fahren will, hat in der Regel auf etwa 200 Metern Distanz vor VIER Rotlichtern zu halten. Nicht so Autofahrende: diese haben meist eine grüne Welle.
- Wer auf dem Veloweg entlang des Neumühlequais unterwegs ist, wird offiziell etwa 50 m vor der Kreuzung mitten in eine dreispurige Autostrecke gejagt. Wer sich so verhält, muss mindestens masochistisch veranlagt sein. Andererseits ist das Ausweichen auf das Trottoir nicht wirklich ideal, weil es doch relativ viele zu Fuss gehende hat.
- Werden Baustellen installiert, befinden sich Baubaracken, Materialdepots und dergleichen in der Regel auf … Velostreifen, und dies in der Regel sogar ohne entsprechende Warnhinweise.
- Grundsätzlich ist auf der Quaibrücke und entlang des rechten Seeufers ein Veloweg signalisiert. Nur ist dieser derart schwach hervorgehoben, dass er eigentlich dauernd von zu Fuss gehenden benutzt wird.
Nachtrag 4.12.2009 Bis zum Beweis des Gegenteils gehe ich davon aus, dass im Strassenraum insbesondere die Stadtpolizei Zürich zu einer erheblichen Eskalation beiträgt, zum Beispiel durch die unnötige, verfassungswidrige und provokative Jagd auf Velofahrende. Die Polizei deklariert offiziell Velofahrende als “Freiwild” – dies hat direkte Auswirkungen im Strassenverkehr. All die Gaspedal-FetischistInnen und SUV-Junkies imitieren das Verhalten der Polizei (und der Strassenverantwortlichen). So ist regelmässig festzustellen, dass die Polizei vorsätzlich und unnötig ihre Fahrzeuge ausgerechnet auf den so oder so schon knappen Velostreifen abstellt – wer am Polizeifahrzeug vorbeifahren will, muss sich gezwungenermassen illegal verhalten – entweder auf das Trottoir ausweichen oder den Velostreifen verlassen! In den Warteschlangen vor Signalanlagen stehen ausgerechnet Polizeifahrzeuge tendentiell zu nahe am rechten Strassenrand – und versperren Velofahrenden die Velogasse! Auch Material- oder Maschinendepots von Strassenbaustellen werden zu häufig auf Velostreifen erstellt, als dass dies einfach Zufall sein könnte. Aus Reaktionen von PolizistInnen direkt auf der Strasse oder in Antwortmails wird ersichtlich, dass diese ausschliesslich Erfahrungen aus Auto- oder Motorradsicht haben, nicht aber als Velofahrende. Zudem: spätestens seit dem 30. November 2008 ist Autofahren in der Stadt nur noch geduldet: die Stimmberechtigten haben sich für die 2000-Watt-Gesellschaft ausgesprochen – und dieses Ziel ist nicht zu erreichen mit dem heutigen Autoverkehr! Zukünftig wird das Velo noch viel bedeutender sein im Stadtverkehr! Darauf hat sich auch die Stadtpolizei einzustellen. Bis anhin treibt die Stadtpolizei durch ihre schlicht nicht nachvollziehbare Strategie die Aggressionseskalation munter voran – und macht das kluge Verkehrsmittel Velo in der Stadt unattraktiv! Erste Fassung 18.8.2009











