Die StadtzürcherInnen sagen Ja zur Vision der 2000-Watt-Gesellschaft

Mit 76.4 Prozent Ja-Stimmen haben die stimmenden Zürcherinnen und Zürcher die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft mit den drei wesentlichen Elementen
  • Verminderung des Energieverbrauchs auf etwa einen Drittel des heutigen Wertes
  • höchstens eine Tonne CO2-Emissionen pro Person und
  • dem Verzicht auf neue Atomkraftwerksbeteiligungen
zugestimmt. Die Stimmberechtigten lassen damit erkennen, dass sie bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen, um den aktuell massiv übermässigen Energie- und Ressourcenverbrauch auf ein für Mensch und Umwelt global verantwortliches Mass zu reduzieren. Mit sehr grossem finanziellen Engagement – mit massiver Präsenz auf den Plakatwänden und bei den Inserateflächen von Zeitungen, dem Internet und im Kino – haben die SVP und vor allem Kräfte ausserhalb der Stadt Zürich versucht, diese positive Meinungsäusserung der Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher zur Nachhaltigkeit, zu einer klimaverträglichen und atomenergiefreien Energiezukunft zu verhindern. Der TCS, die Gewerbeverbände auf städtischer, kantonaler und eidgenössischer Ebene, Avenir Suisse, die City Vereinigung und so weiter müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass gerade in Städten deutliche Mehrheiten für nachweislich zukunftsgerichtete Politikprojekte besteht. Die Stimmberechtigten haben – auch wenn noch nicht sämtliche Details geklärt sind, auch wenn der Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft zwar visionär ist, aber mit sehr vielen Schwierigkeiten verbunden ist – Gemeinderat und insbesondere Stadtrat den Auftrag erteilt, diesen Weg zu konkretisieren und weitere Schritte in Angriff zu nehmen – auch wenn es etwas kostet, auch wenn allenfalls Einschränkungen beispielsweise bei der Mobilität verbunden sind. Nicht zu vergessen: einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Abstimmungserfolges leistete die grüne Initiative „Umweltschutz konkret“, welche der Stadtrat dank des Legislaturschwerpunktes „Nachhaltige Stadt Zürich – auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft“ mit einem zukunftsgerichteten Gegenvorschlag aufnehmen konnte, dem sich eine breite Mehrheit des Gemeinderates – wie immer ohne SVP – anschliessen konnte. Der Zürcher Regierungsrat hat der Idee der 2000-Watt-Gesellschaft in seinem Ablehnungsantrag zur Grünliberalen Initiative „2000-Watt-Gesellschaft für den Klimaschutz“ noch nicht viel abgewinnen können; dies insbesondere darum, weil der Kanton Zürich als Aktionär der EKZ und der axpo weiterhin an der Atomenergie festhalten will. Hier haben die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher gezeigt, dass die Stimmberechtigten zumindest der Stadt eine deutlich andere Haltung annehmen. Der Kantonsrat tut gut daran, das klare Votum der StadtzürcherInnen zur 2000-Watt-Gesellschaft bei ihren Beratungen über die kantonsrätliche Haltung zur Initiative einzubeziehen. Denn der Weg ist vorgezeichnet: an der 2000-Watt-Gesellschaft führt kein Weg vorbei, und dieser Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft ist mehrheitfähig, und dies sogar deutlich! Aus 2kwblog.umweltnetz.ch
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5 Gedanken zu „Die StadtzürcherInnen sagen Ja zur Vision der 2000-Watt-Gesellschaft

  1. Herzliche Gratulation an meine MitbürgerInnen! So ein klares Zeichen zu setzten für so einen wichtigen Schritt in der zukünftigen Entwicklung der Menschheit zeigt für mich wie deutlich sich die Menschen ihrer Verantwortung bewusst sind.
    Auf ein Neues …

  2. Es gehört offenbar zu den Eigenheiten der Gesellschaft, „Schubladen“ für die Gruppenbildung zu schaffen (und dazu gibt es dann das Sprichwort, dass mensch dauernd damit beschäftigt ist, aus den Schubladen hinauszuklettern, in die mensch von andern hineing

  3. Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich ewz bietet seinen KundInnen und Kunden, auch den Wirtschaftsunternehmen, seit Oktober 2006 die freie Wahl der Stromqualität. Bereits im Mai 2007 informierte das ewz über die realen Bestellungen von KMU und Grossbetri

  4. Der Auto-Anzeiger, früher Tages-Anzeiger, schreibt am 12.3.09 unter dem Titel „Seldwyla: Eine neue Tiefgarage, die niemand braucht.“ über die Schwierigkeiten der Stadt Zürich mit den Parkplatzvorschriften: Eine als „autofrei“ bezeichnete Siedlung (Sihlbog

  5. 200 Millionen Franken kann das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich bis 2014 in die Windkraft investieren – sicher eine gute Sache. Gleichzeitig soll auch in Geothermie und Photovoltaik investiert werden. Es ist zu hoffen, dass bei dieser Investiererei in s

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