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Umwelt und Politik – ein Internet-Angebot von Toni W. Püntener

Weltklimakonferenz in Kopenhagen – jetzt handeln!

geschrieben von twp | | 23.08.2009 23:33
Die United Nation Climate Change Conference 2009 findet vom 7. bis zum 18. Dezember 2009 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen statt. Wie bei vielen internationalen Verhandlungen sind die meisten Ländern an ihren persönlichen Egoismen interessiert – im Moment ist noch nicht viel spürbar von der dringenden Notwendigkeit, mutige und kräftige Schritte zu unternehmen, um den menschgemachten Klimawandel zu begrenzen. Jetzt ist handeln nötig! Vorerst: das eigene Beispiel ist immer noch die beste Werbung! Die persönliche Energie- und CO2-Bilanz lässt sich zum Beispiel mit dem ECO2-Rechner ermitteln – eine vereinfachte Version ist als Energiespiel im Internet, oder der Ansatz als ökologischer Fussabdruck. Energieverbrauch und CO2-Ausstoss müssen in Ländern wie der Schweiz in möglichst kurzer Zeit um FAKTOREN vermindert werden. Oder anders: selbst jene, die sich in diesem Land ökologisch sinnvoll verhalten, haben noch einen beachtlichen Weg zur Klimaverträglichkeit vor sich! Das ist eine unbequeme Botschaft, weil dies bedeuted, dass sich gerade in den reichen Ländern sehr viele von liebgewordenen Gewohnheiten werden trennen müssen – oder diese nur noch ausnahmsweise werden geniessen können. Da PolitikerInnen sehr ungern schlechte Botschaften verkaufen, ist auch die Bereitschaft, auf internationaler Ebene für deutlich mehr Klimaschutz einzustehen, mehr als begrenzt – kein Staat will sich von sich aus auf Klimaschutzziele verpflichten, behauptet Sonderlagen oder andere “Ungerechtigkeiten” – die Politik verhält sich nach dem Kinderspielmotto “Wer sich zuerst bewegt, hat verloren”. So gehts wirklich nicht! Handeln ist dringlich – die IPCC-Informationen, in der Schweiz vermittelt durch OcCC, geben ein sehr klares Bild: eigentlich ist es fast schon zu spät, aber es lässt sich noch einiges erreichen, wenn wir wirklich wollen! YES WE CAN! Es geht im übrigen nicht um die Verhinderung des Klimawandels – es geht um die Begrenzung des menschgemachten Klimawandels auf Veränderungsraten, die für Mensch und Natur als bewältigbar angesehen werden. Auch die Schweizerische Klimaschutzpolitik ist sehr zögerlich; die Reaktionen des Bundesrates auf die “Volksinitiative für ein gesundes Klima” sind ernüchternd. Mails an Bundesrat Moritz Leuenberger können – wenn sie denn in grosser Zahl eintreffen – durchaus etwas bewirken. Gerade Ländern wie China und Indien, die absolut grosse Mengen an Treibhausgasen ausstossen bei deutlich geringen Ausstossmengen pro Person als in den reichen Ländern, sind zentral für ein wirksames internationales Klimaschutzabkommen. Auch hier wieder das “On bouge pas”-Roulette: weil alle den Endruck haben, sie selber seien schon super und die andern müsse viel mehr tun, passiert schlicht viel zu wenig. Eine zentrale Rolle kommt hier den USA zu – deshalb könnte auch die Benutzung des Kontaktformulars von Präsident Barack Obama nützlich sein.
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