Anthropozän: Endlich weg von der Wegwerfgesellschaft

Unterwegs am Uetliberg, abseits der vielbegangenen Wege oben auf dem Grat. Mitten in den schönen Blumenwiesen: Eine verlassene «wilde» Feuerstelle, verbunden mit ziemlich viel Müll, leere Büchsen, verdrückte PET-Flaschen, Plastikbeutel. Ein exemplarisches Beispiel dafür, dass die Wegwerfgesellschaft das Anthropozän bestimmt.

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Winter ohne Seegfrörni: Wetter, Klima, Klimawandel?

Seit Jahren verfolge ich jeweils von Mitte November bis gegen Ende März den Verlauf der Aussentemperatur an den drei grösseren Zürcher Seen. Für den Winter 2017/18 ist dies auf der Seite Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2017/18 festgehalten. Wie in den meisten Wintern sind allerdings auch im Winter 2017/18 Pfäffikersee, Greifensee und Zürichsee nicht zugefroren – es war also nicht möglich, auf festem Eis auf diesen Seen zu spazieren. Ist dies nun Wetter, Klima – oder gar ein Hinweis auf den Klimawandel? Weiterlesen

Seegfrörni-Indikator: Kältesummen an den grösseren Zürcher Seen im Winter 2017/18

4.3.2018: Innerhalb weniger Tage hat sich die Kältesumme am Pfäffikersee deutlich erhöht. Am Zürichsee sind Ende Februar/Anfang März erste wahrnehmbare Beiträge zur Kältesumme zusammengekommen. Der Monatsausblick von MeteoSchweiz lässt für die nächsten Wochen eher kühles und feuchtes Wetter erwarten. Die grösseren Zürcher Seen werden diesen Winter allerdings nicht mehr gefrieren.

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Biogas: vor allem «Greenwash»-Propaganda für fossiles Erdgas

Rekordmeldungen erfordern gerade im Energie- und Klimaschutzbereich ein sehr genaues Hinschauen. Das gilt insbesondere für Meldungen zu Biogas. Denn: Biogas wird unabhängig vom tatsächlichen Potenzial von der Erdgaswirtschaft als «grünes» Alibi-Blättchen zum Verkauf von fossilem Erdgas genutzt, als klassische «Greenwash»-Propaganda. Klar ist bloss dies: um 2040 bis spätestens 2050 muss zum Schutze des Klimas aus den fossilen Energien ausgestiegen werden, auch aus dem Erdgas. Biogas wird zukünftig bestenfalls lokal in geringem Umfang eine energiepolitische Bedeutung haben.

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Der Klimawandel bewegt sich schneller als wir

António Guterres, UN-Generalsekretär, Neujahrsansprache 2018

«Alarmstufe rot für unsere Welt» hat UN-Generalsektretär António Guterres in seiner Neujahrsansprache 2018 deklariert. Unter anderem deshalb, weil sich der Klimawandel schneller bewegt als wir. Nicht erst seit dem Pariser Klimaschutz-Übereinkommen ist dies offensichtlich – bloss haben dies etwa in der Schweiz weder die Politik noch insbesondere das «fossile Imperium» bemerkt.

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Klimaschutz ist kritischer Optimismus

Der Mensch gemachte Klimawandel bietet eine grosse Bandbreite von Dystopie über Pessimismus bis Positivismus. Ich bevorzuge die Sicht des kritischen Optimismus. Dies verlangt vor allem nach Erfolgs-Geschichten. Klimaschutz ist nämlich möglich, wenn wir es wirklich wollen.

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Politik: Commons statt Steuerfussoptimierung

Nicht nur im Kanton Zürich finden jedes Jahr im Dezember absurde Theateraufführungen statt: Es werden überall Budgetdebatten inszeniert. Dabei könnte der Eindruck entstehen, das Staatsziel bestehe einzig darin, den Steuerfuss zu senken. Dem ist mit Sicherheit nicht so: In den Verfassungen von Bund und Kantonen und den entsprechenden Vorgaben der Städte und Gemeinden stehen an erster Stelle die Interessen der Allgemeinheit. Richtigerweise stehen dort die «Commons», die gemeinschaftlichen Güter, im Vordergrund. Aufgabe der (Finanz-)Politik ist es, dafür zu sorgen, dass die Gemeinwesen über die notwendigen Mittel verfügen, um die gemeinschaftlichen Herausforderungen bewältigen zu können.

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Die Klimaschutzpolitik des Bundesrates ist verfassungswidrig – stattdessen um 2040 bis spätestens 2050 aus den Fossilen aussteigen

Der Bundesrat hat am 1. Dezember 2017 die Klimaschutzpolitik für die nächsten Jahre beschlossen. Diese ist verfassungswidrig, weil sie die Nachhaltigkeitsvorgaben der Bundesverfassung (Art. 2, Art. 73) missachtet: Die Klimaschutzpolitik des Bundesrates ist nicht enkel-, schon gar nicht urenkeltauglich! Wenn die Schweiz ihren Beitrag zur Minderung des Mensch gemachten Klimawandels erbringen will, hat die Schweiz um 2040 bis spätestens 2050 aus den fossilen Energien auszusteigen! Bis dann ist die gesamte Energieversorgung auf dezentral und nachhaltig nutzbare erneuerbare Energien umzustellen. Die Zivilgesellschaft ist gefordert!

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Klimaschutz, Lärmschutz – oder kollektive Bequemlichkeitsverblödung?

Der nachweislich Mensch gemachte Klimawandel, die übermässig Mensch gemachte Lärmbelastung sind eindeutige Hinweise darauf, dass insbesondere die Menschen in den reicheren Ländern (im Mittel) über ihre Verhältnisse leben. Der jährliche Overshoot Day ist ein offensichtlicher Hinweis auf einen nicht nachhaltigen Lebensstil. Zwingend erforderlich wären wirksame und eingreifende Handlungsschritte – stattdessen übt sich die zum Handeln aufgerufene Gesellschaft in kollektiver Bequemlichkeitsverblödung.

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Tiefstpunkt der Zürcher Veloverkehrtpolitik: Schritttempo auf Hauptachse

Das Velo ist ein echtes Verkehrsmittel, bereits seit 200 Jahren. In der Stadt Zürich wird darum das Velofahren erschwert bis vergällt. Neuestes Beispiel: In der Langstrassenunterführung, einer der seltenen Querungen des breiten SBB-Gleisfeldes, einer wichtigen Veloverbindung zwischen den Kreisen 4 und 5, gilt seit neuestem für Velos die Vorgabe «Schritttempo»!

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