3. Adventssonntag: Sonntagsverkauf in Zürich!

Sonntagsverkäufe in der Adventszeit sind für die Umwelt nicht sehr vorteilhaft. Die Grafik unten zeigt die freien Parkplätze in den City-Parkhäusern am 1. Sonntag im November (ohne Sonntagsverkauf) und am 1. Sonntag im Dezember (mit Sonntagsverkauf): ein erheblicher Autoverkehr in der Innenstadt ist die Folge.

Die Grafiken zeigen unter anderem:

  • Es gibt viel zu viele Parkplätze in der Zürcher Innenstadt - wenn es weniger Parkplätze geben würde, würden noch viel mehr InnenstadtbesucherInnen mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.
  • Das Parkleitsystem der Stadt Zürich (Datenherkunft, eigene Auswertung) ist völlig unnütz:
    1. zu bestimmten Zeiten wird signalisiert, dass es noch freie Parkplätze habe, was zum Autofahren in die Stadt animiert
    2. auch wenn in der engeren Innenstadt keine freien Parkplätze mehr vorhanden sind, hat es im etwas weiter entfernten Parkhaus Stampfenbach dauernd freie Plätze - die behauptete Verminderung des Parkplatzsuchverkehrs tritt also nicht ein: die AutofahrerInnen ziehen es vor, in den Innenstadt zu fahren und lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, statt das Auto knapp vor der City abzustellen und mit dem öffentlichen Verkehr in die Stadt zu fahren.

Es lohnt sich auch vor Weihnachten, möglichst auf das Auto zu verzichten - fahrende Autos sind nach wie vor massgeblich verantwortlich für die übermässige Umweltbelastung. Die schönen Worte auch der Schweiz an den Klimaschutzkonferenzen vermögen nicht zu verbergen, dass auch in der Schweiz der Ausstoss von Treibhausgasen aus dem motorisierten Strassenverkehr immer noch zunimmt.

Gerade an einem Advents-Sonntag sollte es möglich sein, sich eigenverantwortlich zu verhalten und eine möglichst umweltschonende Fortbewegungsart zu wählen. Und sollten die eingekauften Geschenke nicht mehr in den Rucksack oder die Handtasche passen, bieten die Innenstadt-Geschäfte einen attraktiven Hauslieferdienst.